Luftqualität in der Schweit
Die Luftqualität in der Schweiz wird von Jahr zu Jahr besser und die Atemluft nach vielen Jahren der großen Belastung langsam wieder gesünder. Doch vor allem in den Städten ist die Luft immer noch stark mit Schadstoffen belastet. Stickoxide, Feinstaub und Ozon sind hier die häufigsten - und schädlichsten - Stoffe, die in der Luft vorkommen. Seit dem Jahr 2000 hat die Belastung mit Feinstaub und Schwefeldioxid weiter abgenommen, die Werte von Stickstoffdioxid und Ozon haben sich hingegen nicht bemerkenswert verändert. Die Immissionsgrenzwerte werden aber immer noch überstiegen, trotz der zahlreichen Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in der Schweiz. Die Belastung der Luft hängt immer auch vom Wetter ab. Da der Sommer 2010 in der Schweiz nicht wirklich als wunderschöner Sommer zu bezeichnen war, war auch die Belastung mit Ozon niedriger. Wenn es hingegen heiß und trocken ist, steigt die Belastung. Das Ziel ist es jedoch, auch bei günstigen Wetterlagen eine niedrige Belastung zu erreichen.
Verschiedene Maßnahmen werden in der Schweiz zur Verbesserung der Qualität der Luft durchgeführt. So gelten strenge Vorgaben für Feuerungsanlagen. Sie dürfen bestimmten Stickoxid-Emissionsgrenzwerte nicht übersteigen und müssen mit Heizöl Extra leicht oder Gas betrieben werden. Auch für das Heizöl gibt es eine Begrenzung des enthaltenen Stickstoffs. In der öffentlichen Verwaltung müssen die Kohlenwasserstoffemissionen herabgesetzt werden, auch dafür gelten strenge Vorgaben.
Bezogen auf den Verkehr werden verschiedene Maßnahmen eingesetzt. So geht es um die Reduktion der allgemeinen Geschwindigkeit sowie um regionale und temporäre Tempolimits. Allgemein soll die Verkehrsberuhigung erreicht werden. Der Schwer- und Güterverkehr in den Gemeinden soll vermieden werden, wenn diese über eine Zentrumsfunktion verfügen. Einige Maßnahmen betreffen die Parkraumpolitik - frei nach dem Motto, wenn es keine Parkplätze im Zentrum gibt, fahren die Menschen auch nicht mit dem Auto in die Stadt. Die Infrastruktur in Bezug auf den öffentlichen Verkehr soll verbessert werden. Busse und Bahnen sollen öfter fahren und eine bessere Anbindung haben, so dass wiederum auf Autos besser verzichtet werden kann. Auch sollen emissionsarme Fahrzeuge gefördert werden.
Weitere Maßnahmen beschäftigen sich mit dem Güterverkehr, der besser mit der Bahn vorgenommen werden soll. Im Baubereich sowie bei den Arbeitsmaschinen und bei den Arbeitsfahrzeugen soll auf eine Reduzierung der Emissionen geachtet werden. Offroad-Fahrzeuge sollen nachgerüstet werden, damit sie geringere Emissionen ausstoßen. Wie man sieht, betreffen die meisten Maßnahmen den Verkehr, der als Verursacher der Feinstaubproblematik herausgestellt wurde. Doch auch die Unternehmen sind gefordert, sich an einer Reduktion von Emissionen zu beteiligen und bei der Produktion auf umweltschonende Verfahren zu achten.