Luftqualität in Osteuropa

Die Belastung der Luft in den Ländern Osteuropas ist immer noch sehr hoch. Grund sind die teilweise immer noch fehlenden Technologien zur Partikelfilterung, das Heizen mit Kohleöfen sowie das fehlende Bewusstsein für die Schadstoffe, die in der Luft enthalten sind und die Menschen auf Dauer krank machen können. In erster Linie muss daher auf Aufklärung gesetzt werden, was durch nationale Kampagnen in den einzelnen Ländern bereits geschieht.

Die Belastung wirkt sich nicht nur lokal in den einzelnen Ländern aus, sondern sie ist auch in Deutschland spürbar. Bei einer entsprechenden Wetterlage kann es sein, dass die Feinstaubpartikel in der Luft mit nach Deutschland getragen werden. Auch wenn in einzelnen Orten Deutschlands ein Überschreiten der Grenzwerte in Bezug auf Feinstaub an manchen Tagen zu verhindern wäre, so trägt doch das Plus an Feinstaub, welcher über die Atmosphäre den entsprechenden Ort erreicht, dazu bei, dass der Grenzwert eben doch überschritten wird. Dies sagt aber einiges darüber aus, wie stark die Belastung in den Orten Osteuropas sein muss.

Dabei sind es nicht einmal nur die Großstädte, die mit der Schadstoffbelastung zu kämpfen haben. Auch in den kleineren Ortschaften ist es möglich, dass die Grenzwerte erreicht werden. Der Grund ist das Heizverhalten der Bewohner. Spürbar ist die Belastung dann in erster Linie in den kalten Wintermonaten, wenn es klar und trocken ist. Der Feinstaub, der bei der Verbrennung in den Holzöfen entsteht, reichert sich in der Luft an und macht teilweise sogar das Atmen schwer. In der Diskussion sind daher Investitionen von staatlicher Seite, damit Förderungen erteilt werden können bei einem Umbau auf eine moderne Heiztechnik. In den Großstädten ist die Rede von Fahrverboten für den Güterverkehr, von Verkehrseinschränkungen oder lokalen Tempolimits. Inwiefern die jeweilige Maßnahme umgesetzt werden kann, steht noch nicht fest und liegt letzten Endes auch in der Hand der jeweiligen Stadt oder Gemeinde.

Fakt ist aber, dass sich die Länder Osteuropas der Richtlinie der Europäischen Union beugen müssen und dafür sorgen müssen, dass die Luftreinhaltung auf die Tagesordnung gesetzt wird. Die Grenzwerte sind streng und wo sie nicht eingehalten werden wollen oder können, drohen saftige Strafen. Das können Strafzahlungen sein, aber auch gerichtliche Verfahren. Vielerorts wird bereits einiges dafür getan, dass die Luft sauberer wird. Nicht zuletzt wird daran gearbeitet, das öffentliche Verkehrssystem auszubauen und attraktiver zu machen, so dass mehr Menschen mit Bussen und Bahnen fahren und ihre Ziele so einfacher erreichen können. Selbst die Infrastruktur für Fahrradfahrer wird hier ausgebaut.